Wie wir arbeiten

Aus welchen Schritten besteht der GGF Research Prozess?

Die primäre Konzentration der Unternehmensauswahl liegt auf börsennotierten internationalen kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einer klaren nachhaltigen Unternehmensstrategie. Dabei erfolgt die Auswahl in folgenden Schritten:

Recherche Small & Midcaps Global:
Eine erste Analyse ökonomischer Daten und Kennzahlen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme in das Anlageuniversum der GGF. Dazu wird eine hohe Anzahl von Fachpublikationen ausgewertet, wie z.B. Börse online, Focus Money, Der Aktionär, Effektenspiegel, Wirtschaftswoche, Manager Magazin, Öko-Invest, EURO, Euro am Sonntag, FAZ-Sonntagszeitung, Spiegel, Eco-Reporter u.a., tägliche Analyse von Handelsblatt und FAZ sowie weiteren Börsenzeitungen. Weitere Faktoren sind die Auswertung der Aktienanalyse, Rahmendaten und Unternehmenskennzahlen auf finanzen.net und anderer Fachpublikationen wie z.B. die Fuchs-Briefe, Der Anlegerbrief/Musterdepot, Platow Börse Value Investor, Mittelstandsdepot Trend Brief u.a.

Die in diesen Publikationen positiv bewerteten Unternehmen, werden dann in die engere Auswahl (Watchlist) aufgenommen, wenn diese grundsätzlich dem Geschäftsfeld und der Branche nach zur Ausrichtung des B.A.U.M. Fair Future Fonds entsprechen, keine Skandale, wie Korruptionsvorwürfe oder ähnliches vorliegen, und einen klaren Bezug zu Nachhaltigkeit, z.B. durch einen Nachhaltigkeitsbericht etc., erkennen lassen.

Parallel dazu kommt der Analyse anderer erfolgreicher Aktienfonds ein großes Gewicht zu, um die Unternehmensauswahl abzusichern, da die in diesen Fonds enthaltenen Unternehmen in bereits bestehenden und renommierten Fonds enthalten sind und somit bereits einem detaillierten Prüfprozess unterzogen wurden. Fonds mit einer langjährigen herausragenden Rendite wie z.B. der Lupus alpha Smaller German Champions und MainFirst Germany Fund, werden in Hinblick auf ihr Portfolio analysiert und mit dem GGF-Anlageuniversum abgeglichen.

 

Ausschluss nicht nachhaltiger Branchen und Geschäftsfelder: Jedes Unternehmen durchläuft einen Ausschlussprozess, um zu beurteilen, ob dieses dem Werteverständnis der GGF entspricht. Eine Liste von Ausschlusskriterien (Anlagekriterien des B.A.U.M. Fair Future Fonds – Zwischenstand 24.10.2018) sorgt dafür, dass Unternehmen aussortiert werden, deren Aktivitäten den Nachhaltigkeitszielen und -werten widersprechen. Um zu beurteilen, ob ein Unternehmen aus dem Analageuniversum ausgeschlossen werden muss, werden öffentlich verfügbare Daten und Dokumente wie Geschäfts-, und Nachhaltigkeitsberichte sowie Datenbanken von z.B. Oxfam (www.oxfam.de), Greenpeace (www.greenpeace.de), urgewald (urgewald.org) analysiert. Ausschlaggebend für einen eventuellen Ausschluss ist dazu ein Abgleich mit den Bewertungen durch das Portal CSR-Hub (www.csrhub.com).

Unternehmen, die durch Skandale, wie z.B. Korruption, Kinderarbeit, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen u.a. auffallen, werden auf einer Negativliste gesammelt. Alle Unternehmen, die diese ersten Schritte des Auswahlprozesses ohne Vorbehalte passieren, bleiben im Anlageuniversum der GGF, um anschließend intensiv auf Nachhaltigkeit geprüft zu werden.

Nachhaltigkeitsanalyse:
Unternehmen, die nicht aufgrund eines Ausschlusskriteriums aussortiert wurden, durchlaufen anschließend ein eigens von Green Growth Futura / B.A.U.M. e.V. entwickeltes Nachhaltigkeitsrating, das 73 Einzelfragen umfasst.

Dazu werden im Rahmen einer Recherche alle zugänglichen und für den Prüfprozess relevanten Informationen gesammelt und ausgewertet: Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte oder vergleichbare Unternehmensberichte, Angaben zum Carbon Disclosure Project (CDP), ergänzende Regeln und Leitsätze, wie z.B. Verhaltens- und Lieferantencodizes, Wesentlichkeitsanalysen, sowie Veröffentlichungen auf der Homepage und weitere Medienberichte.

Falls erforderlich: Rücksprache mit dem Unternehmen:
Fragen, die sich nicht durch öffentlich zugängliche Quellen (z.B. Nachhaltigkeits- und Geschäftsberichte etc.) beantworten lassen, werden durch aktive Rücksprache mit dem Unternehmen und ggfls. durch Vor-Ort Besuche geklärt, um die Fragen der Nachhaltigkeitsbewertung beantworten zu können.

Erreicht ein Unternehmen in der Nachhaltigkeitsanalyse 70% oder einen höheren Prozentsatz, kann das Unternehmen in die Empfehlungsliste für das Anlageuniversum aufgenommen werden. Bei einem Ergebnis unter 70% erfolgt eine Prozessbegleitung mit Verbesserungsvorschlägen. Damit sollen bewusst Unternehmen durch die Aufnahme in den B.A.U.M. Fair Future Fonds gefördert werden, welche zwar bisher noch am Anfang ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten stehen, dennoch ein besonderes Potential aufweisen, Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie fest zu verankern.

Beispiel einer Unternehmensbewertung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK):


Komplettes B.A.U.M.-Bewertungstool

Nachhaltigkeitsbeirat & Aufnahme in das Anlageuniversum:
Alle Unternehmen, die diesen Prozess durchlaufen haben, werden dem Nachhaltigkeitsbeirat zur Abstimmung vorgelegt, welcher mit einer einfachen Mehrheit über die Aufnahme bzw. Ablehnung des Unternehmens in das Anlageuniversum der GGF entscheidet.

Verbesserungsvorschläge:
Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsanalyse des Unternehmens werden für die Analyse der Ist-Prozesse herangezogen. Durch den direkten Dialog mit dem Unternehmen (etwa durch persönliche Vororttreffen, Telefon- und Schriftverkehr), können individuelle Verbesserungspotentiale erkannt und wann immer möglich und gewünscht, gezielte Maßnahmen gemeinsam entwickelt werden. Sollte keine Verbesserung eintreten, wird das Unternehmen erneut dem Nachhaltigkeitsbeirat vorgestellt. Ein Ausschluss des Unternehmens aus dem Anlageuniversum ist dann möglich.

Kontinuierliches Monitoring:
Ein kontinuierliches Monitoring aller Unternehmen hinsichtlich der Anlagekriterien des B.A.U.M. Fair Future Fonds sichert die nachhaltige Ausrichtung des Anlageuniversums.